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Sonntag, 28 November 2021

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Blick nach vorn

jrg 5612

Es muss heute oder um die Zeit vor ziemlich genau 12 Jahren gewesen sein als ich von der ersten Fachtagung in Wolfshausen hörte und mich dafür anmeldete. Damals war ich schon beeindruckt von der Professionalität des Anmeldeprozesses, für den Martin Lochter als Tagungsleiter verantwortlich zeichnete und dieses Amt bis zur fünften Fachtagung in 2018 fortführte. Aber das sollte erst der Anfang sein.

Martin, der Menschenfischer, schaffte es spielend, meine Begeisterung für dieses neue „Pfadfinder-trifft-Wissenschaft-Format“ zu nutzen und mich noch während der Tagung zur Mitgliedschaft im PHF zu überzeugen. Später sollte sich übrigens herausstellen, dass Fachtagung Pfadfinden eine geeignete Plattform für die Weiterentwicklung der Einheit der deutschen Pfadfinder sein wird.

 

Das Jahr sollte noch nicht zu Ende sein, als schon die Angel für eine fast vollständige Neubesetzung des Vorstands ausgeworfen wurde. Erfolgreich wie Ihr Euch erinnern könnt. Caro, Kiki, Marlene und Söhnke und ich bildeten ab November 2011 die neue Frontmannschaft des PHF. Und die Mannschaft blieb recht stabil. Als Kiki verstarb, kamen Piet und Norman dazu, später wechselte Christian ein. Heute sind wir zu viert im Vorstand unterstützt von einem Kreis von vier Referent:innen, zu speziellen Themen und Projekten.

Ein tolles Team, eine gute Basis, diese 4+4, um gemäß unserem Auftrag tätig zu werden, wäre da nicht Corona und die Pfadfinderszene im Dornröschenschlaf versunken. Leider ist diesem kleinen globalen Vorfall auch unsere 30-Jahre-Projektaktion zum Opfer gefallen. Wo keine Pfadfindertreffen, da auch kein Projekt. Aber wir werden der Idee wieder Leben einhauchen – der Einsendeschluss wird halt um 2 Jahre verlängert.

Zur Zeit ist mit der Vorbereitung der um ein Jahr verschobenen Fachtagung auch reichlich zu tun. Die dafür neu gewonnene Referentin ist leider ausgefallen. So habe ich die Organisation des Team, die Absprachen mit den Wissenschaftlern, der Bundeszentrale für politische Bildung, unserem Hauptsponsor, die inzwischen erfolgreiche Suche nach der Schirmherrin übernommen - ein spätes Erbe von Martin, dessen jahrelange Arbeit ich jetzt noch einmal richtig zu schätzen lerne.

Ansonsten bin ich weiterhin auf der Suche nach dem Wesentlichen und den Zusammenhängen von Pfadfindertum und unserer aktuellen Gesellschaft. Nach wie vor glaube ich, dass es ein hohes Potential für die Ideen von Baden Powell für gesellschaftliche Aufgabenstellungen gibt, wie beispielsweise die Bewältigung der Integration und der Bildungsdefizite bei Kindern und Jugendlichen und der Adressierung des Klimawandels und seiner Auswirkung. Hier können aktive und ehemalige Pfadfinder einiges bewirken. Voraussetzung: Es gibt sie weiterhin, und sie entdecken neben der Natur und ihrem Heim auch das nahe und ferne gesellschaftliche Umfeld als „learning & activity ground“. Die drei Kategorien, die wir mit unserer 30-Jahre-Projektauschreibung benannt haben, adressieren genau diese Themen.

Ein weiteres Thema, welches mir am Herzen liegt, ist die Vereinbarkeit von Pfadfinden und den weiter wachsenden Anforderungen der Ausbildungsphase unserer aktiven Führungskräfte im Alter zwischen 16 -27. So wird der Fortbestand hochwertiger Pfadfinderarbeit aus meiner Sicht davon abhängen, wie viele junge Menschen einen hohen Zeitanteil für unsere gemeinsame Sache aufbringen ohne dafür allzu große Nachteile im Aufbau ihrer Karriere zu erleiden.

Wie kann man in diesen Themenstellungen weiterkommen?

Ein gute und professionelle Außendarstellung ist aus meiner Sicht unerlässlich, aber nur eine Grundlage. Deswegen lege ich Wert auf ein einheitliches CD (Corporate Design) und die ansprechende Gestaltung unserer Medien, wie Homepage, social Media, Roll-Ups, Flyer, Newsletter, Gruß- und Infokarten. Hier würde ich mir ab und an Feedback unserer Mitglieder wünschen, denn perfekt sind wir hier noch lange nicht.

Doch um in der Sache weiter zu kommen, ist Vernetzung mein Mittel der Wahl: Mit der Wissenschaft, mit anderen Pfadfinderstiftungen, Altpfadfinder- und Umweltverbänden, mit Kirche, Politik und Wirtschaft. Überall dort bin ich unterwegs, heute vom Bildschirm, gestern und morgen mit ICE, Tram und zu Fuß. Menschen treffen, Ihnen von der Idee und von den eigenen Erlebnissen erzählen und sie neidisch machen auf das großartige Netzwerk der Pfadfinder selbst, wo man für nahezu jede Herausforderung jemanden kennt, der helfen kann.

Die Ideen kommen dann fast wie von selbst. Und als Projektmanager weiß ich auch wie man sie umsetzen könnte. Die knappe Ressource ist Zeit, bei den Mitstreitern und mir. Ich würde mir daher mehr Unterstützung in Rat & Tat von unseren Mitgliedern wünschen; wenn sie selbst dazu nicht (mehr) in der Lage sind, dann aber die Motivation, Freunde und Bekannte der jüngeren Generationen für die Mitarbeit im Verein zu motivieren. Wenn wir auch in 10 Jahren noch Pfadfinder und Ihre Idee substantiell unterstützen wollen, dann brauchen wir sie und Euch

In gut zwei Jahren werden wir uns einer ähnlichen Situation stellen müssen wie 2011. Auch ich fische gerne Menschen, aber ob ich den richtigen Köder finde oder ob zur gegebenen Zeit die richtigen Fische im Teich schwimmen, wird sich noch zeigen.

Bleibt gesund auf gutem Pfad

Jörg

(Jörg Krautmacher, PHF Vorsitzender)

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Joerg Krautmacher

 

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